Glurns - Mittelalter im Miniformat

14. Oktober 2009 | |

Glurns im Vinschgau / Aufnahme von Stefan Hellings 2007

Glurns ist Mittelalter im Miniformat. Das Städtchen mit gerade einmal etwas über 700 Einwohnern ist ein echter Geheimtipp, wie das Vinschgau insgesamt nicht zu den überlaufenen Teilen Südtirols zählt – sieht man vom Verkehr ab, der sich durch das Tal in Richtung Stilfser Joch, Reschenpass und Münstertal quält. Trotz einiger Brände und Überschwemmungen hat sich die Stadtbefestigung beinahe vollständig im Original erhalten. Eine Fläche von gerade einmal 400 mal 150 Metern.

Glurn Stadttor / Aufnahme von Armin Kübelbeck 2007

Bis zur Wende in 16. Jahrhundert war Glurns eine zentraler Ort mit Märkten, mitten in habsburgischen Landen. 1499 dann änderte sich die Situation schlagartig, als die Eidgenossen eine Habsburgische Streitmacht vernichteten, um anschließend das halbe Vinschgau in Schutt uns Asche zu legen. Die Habsburger verloren fast das gesamte Münstertal, müssten ihre Ambitionen aufgeben, sich das Territorium des Fürstbistums Chur einzuverleiben. Glurns wird Grenzstadt und aus Furcht vor den feindlichen Bündnern stark befestigt.

Das könnte Sie auch interessieren
Potemkin und Kloster Neustift in Vahrn
Königlich Baierisches Landgericht in Brixen
Das Alpini-Denkmal in Meran
Eröffnung des Stadttheater von Meran 1901
Übersichtskarte Dolomiten aus dem Jahr 1902
Kommentare

 

« Eine Seite zurückblättern:

Eine Seite vorblättern: »