Schnatterpeck-Altar in Niederlana

14. März 2010 | |

Schnatterpeck Altar Niederlana

Die 14,10 m Höhe des spätgotischen Hochaltars in der Pfarrkirche von Niederlana verfehlen ihre Wirkung auf den Betrachter nicht. In der Tat ist er von den Ausmaßen her beeindruckend, allerdings war er mit Sicherheit zu seiner Entstehungszeit nicht überdimensioniert. Die nicht mehr oder nur noch in Fragmenten erhaltenen Hochaltäre Multerschers in Sterzing oder Judenburgs für die Pfarrkirche in Bozen müssen noch gewaltiger daher gekommen sein. Lediglich der Tatsache, dass später das Geld für eine Barockisierung fehlte, verdankt der Flügelaltar seinen Erhalt. Bei der Restaurierung 1826 wurden die Dekolletes der umrahmenden zehn kleinen Statuetten züchtig übermalt.

Detail Schnatterpeck Altar

Der mit der Ausführung beauftragte Malermeister Hans Schnatterpeck erhielt dafür stolze 1600 Rheinische Gulden – eine stolze Summe. Welche Teile tatsächlich auf Schnatterpeck direkt zurück gehen, lässt sich nicht mehr feststellen, denn es können bis heute keine weiteren Werke auf den aus Schwaben eingewanderten Kunsthandwerker zurückgeführt werden. Nicht einmal bei den Skulpturen des Altares ist man sicher, welche in der Qualität schwankenden Figuren vom Meister selbst oder von – vielleicht begabteren – Gehilfen stammen. Die Gemälde in den Flügelaltären stammen jedenfalls vom späteren Dürer-Schüler Hans Leonhard Schäuffelein.

Die Spur Schnatterpecks, der immerhin 1499 als Ratsherr in Meran bezeugt ist, verliert sich 1509 im Vinschgau. Ein verarmter Schnatterpeck stirbt 1540 im Meraner Spital – wahrscheinlich sein Sohn.

Die größten der 33 Figuren des Altars sind mit 180cm Apostel Petrus und Paulus, die den Gnadenstuhl (Foto 1) flanieren. Darüber ist die Krönung Mariens dargestellt. Beachtenswert sind dort vor allem die qualitätvollen Statuetten der Engel (Foto 2). Mehr Zeit sollte der Betrachter auch auf die kleinen Statuen der Umrahmung verwenden: Die fünf klugen und die fünf törichten Jungfrauen.

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Kommentare

Bitte geben sie mir Bescheid an wen man sich
für eine Besichtigung des Schnattpeckaltars
wenden muß.
Mir ist ein Herr Gamper bekannt, habe aber leider keine Telefon bzw. Fax Nummer.
Der Schwäb. Albverein Schnaitheim beabsichtigt mit einer Gruppe von 41 Personen
den Altar zu besichtigen und zwar am Dienstag
28. Juni 2011 gegen 16 Uhr.
Bitte geben Sie mir baldmöglichst Bescheid.
Für ihre Mühe im voraus besten Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Köpf
Schwäb. Albverein

— Manfred Köpf · 24. Juni 2011, 15:01 · #

Hallo Herr Kopf,

Sie müssten sich an den TV Lana wenden -> www.lana.info

Grüße nach Schnaitheim!

— Matthias · 30. Juni 2011, 15:20 · #

 

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